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Schwabstedt erkunden

Eine Hauptrolle spielt das Treenebad, geöffnet rund um die Uhr und kostenfrei. D e r Treffpunkt im Sommer. Ein paar Frühschwimmer lassen sich im ruhigen Treenewasser von der Morgensonne begrüßen.  Der Morgen ist die schönste Zeit um das Geschehen auf dem Fluss zu beobachten, die Enten mit ihren Jungen oder den Fischreiher am gegenüberliegenden Ufer. Auf dem autofreien Campingplatz verpacken Wasserwanderer derweil ihre Zelte in Kanus und Kajaks. Die Mehrzahl der Badegäste trifft erst am späten Vormittag ein, schwer bepackt mit Sonnenschirm und Badeboot, dem Picknickkorb und Spielzeug für die Jüngsten. Im Treenebad können alle, plantschend, tobend oder faulenzend, herrliche Ferientage erleben.

Nur ein paar Schritte bergauf, umgeben von hohen alten Lindenbäumen streckt die St. Jakobi-Kirche ihren Turm in den Himmel. Tagsüber steht die Tür ins reich geschmückte Kirchenschiff mit dem kunstvoll geschnitzten Altar aus dem 16. Jh. für Besucher offen. Neben der Kirche beeindruckt der auf einem alten Hügelgrab errichtete, imposante Glockenturm. Den schmalen, leicht steilen Pfad hinauf steigen lohnt sich nicht nur wegen der Aussicht über die Treene bis nach Friedrichstadt. Gegenüber auf dem Kirchendach nisten die Störche. Ihr Klappern zur Begrüßung ist im ganzen Dorf zu hören. Aus nächster Nähe lassen sie sich bei der Aufzucht ihrer Jungen gut beobachten. 

Schön anzusehen sind die Reetdachhäuser im alten Teil von Schwabstedt rund um die Kirche. Doch Schwabstedt ist kein Museum. Mit vielen neuen Häusern ist das Dorf in den letzten Jahrzehnten auf 1200 Einwohner angewachsen. Hier lebt man gern, abzulesen an all den liebevoll gepflegten Gärten voller Blumenschmuck. Vielleicht der Grund, dass man im Dorf noch auf eine weitgehend intakte Infrastruktur triff, beispielsweise den Bäcker und den „Tante Enso Laden“, Grundschule und Kindergarten sowie Gasthaus, Hotel und Ferienwohnungen für die Besucher.

Und noch mehr entdecken: Steinzeitgrab und Streuobstwiese. Vom Holbekweg, der ostwärts aus dem Dorf hinaus führt, biegt der Neller Camp ab. Wer ihm und dem anschließenden schmalen Fußweg entlang der Pferdewiese weiter aufwärts folgt, kommt an der Streuobstwiese vorbei. Der BUND hat sie mit alten Obstsorten bepflanzt. Von den gereiften Äpfeln und Birnen darf jeder probieren. Hier oben befindet sich auch das Megalithgrab, angelegt in der Jungsteinzeit und Beweis dafür, dass in dieser Gegend schon vor etwa 5000 Jahren Menschen siedelten.