loader image
Start 9 Soziales & Gesundheit 9 Kindergarten 9 Pädagogischer Ansatz

Pädagogischer Ansatz

Pädagogische Arbeit nach dem „situationsorientierten Ansatz“

Die Kindertagesstätte Zwergenland versteht sich als ein Ort, an dem Kinder in ihrer individuellen Entwicklung begleitet, gestärkt und gefördert werden. Unsere pädagogische Arbeit basiert auf dem Situationsorientierten Ansatz, der es uns ermöglicht, Kinder lebensnah, ganzheitlich und individuell in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen.

Wir greifen Themen, Erlebnisse und Erfahrungen aus dem Alltag der Kinder auf und gestalten daraus gezielte Lern- und Bildungsangebote.

In der pädagogischen Arbeit nach dem „situationsorientierten Ansatz“ steht das Kind mit seiner eigenen Lebensrealität im Mittelpunkt. Das bedeutet:

  • Die persönliche Lebenssituation des Kindes – also z. B. seine Familie, Sprache, Kultur, Erfahrungen, Fragen, Sorgen, Interessen – ist die wichtigste Grundlage für pädagogisches Handeln.
  • Pädagoginnen und Pädagogen richten ihre Angebote nicht nach „fremden“, vorgegebenen Themen oder Lehrplänen aus, sondern orientieren sich an dem, was das einzelne Kind gerade beschäftigt.
  • „Fremde Lebenswelten“ meint hier abstrakte, von außen vorgegebenen Inhalte oder Vorstellungen, die nicht direkt aus dem Leben und Erleben des Kindes stammen – wie z. B. ein Thema, das aus einem Lehrplan kommt, aber im Leben des Kindes keine Bedeutung hat.
  • Kinder lernen am besten, wenn das, was sie erfahren, einen Bezug zu ihrem eigenen Leben hat.
  • Ihre Beteiligung und Motivation steigen, wenn sie merken: „Das hier hat mit mir zu tun. Ich werde gesehen und ernst genommen.“
  • Durch die Orientierung an der eigenen Lebenswelt wird auch die Selbstwirksamkeit gestärkt – Kinder erleben: „Ich bringe etwas mit, das zählt.“

In der Kita Zwergenland verfolgen wir das Ziel, die Kinder zu stärken in:

  • ihrer sozialen Kompetenz (z. B. durch gemeinsames Spielen, Konfliktlösung, Empathie Förderung)
  • ihrer emotionalen Entwicklung (z. B. durch sichere Bindungen, Selbstwertgefühl, Gefühlserleben)
  • ihrer kognitiven Entwicklung (z. B. durch Sprachförderung, Denkprozesse, Neugier)
  • ihrer Selbstständigkeit (z. B. durch Mitbestimmung, Selbsttätigkeit, Entscheidungsfähigkeit)
  • ihrer Resilienz Fähigkeit (z. B. durch das Erleben von Selbstwirksamkeit und Problemlösestrategien)

Wir greifen Alltagssituationen, Beobachtungen sowie Gespräche mit den Kindern auf, um daraus pädagogische Angebote zu entwickeln. Themen entstehen z. B. aus:

  • einem Erlebnis aus der Familie (Geburt, Umzug, neues Geschwisterkind)
  • einer aktuellen gesellschaftlichen Situation (z. B. Umwelt, Feste, kulturelle Ereignisse)
  • Beobachtungen aus dem Spiel (z. B. Interesse an Tieren, Fahrzeugen, Zahlen)

Diese Situationen werden gemeinsam mit den Kindern bearbeitet – durch Gespräche, Rollenspiele, kreative Angebote, Ausflüge oder Projekte. So entsteht eine lebendige Pädagogik, die Kinder als ernstzunehmende Persönlichkeiten einbezieht.

Beteiligung und Partizipation

Ein zentrales Element des Situationsorientierten Ansatzes ist die Partizipation. Kinder dürfen und sollen ihren Alltag mitgestalten. Wir hören zu, fragen nach, beobachten achtsam und bieten Räume zur Mitbestimmung – z. B. im Morgenkreis, bei der Wochenplanung oder in Kinderkonferenzen.

Weitere Infos können unter dem Abschnitt Partizipation eingeholt werden.

Zusammenarbeit mit den Familien

Eltern und Familien sind wichtige Partner in unserer Arbeit. Der Situationsorientierte Ansatz setzt auf eine enge Erziehungspartnerschaft, um das Kind in seiner Gesamtheit zu verstehen. Regelmäßige Gespräche, Tür-und-Angel-Kommunikation, Entwicklungsgespräche und gemeinsame Feste schaffen Vertrauen und Austausch.

Rolle der pädagogischen Fachkräfte

Unsere Fachkräfte sehen sich als Beobachtende, Begleitende und Impulsgebende. Sie schaffen eine vorbereitete Umgebung, beobachten die Kinder systematisch, reflektieren die Situationen im Team und setzen gezielte Impulse zur Weiterentwicklung der Kinder.